Bei der nationalen Ranglisten-Regatta vom 9. bis 12. April 2026 auf der Regattabahn in Duisburg hat sich die deutsche Spitze im Kanurennsport gemessen – mittendrin zahlreiche Athletinnen und Athleten aus dem Verbundsystem Sport in Essen. Neben der sportlichen Qualität prägten vor allem anspruchsvolle Bedingungen das Geschehen: Starker Wind am Samstag verlangte den Teilnehmenden alles ab. Für die am windanfälligen Baldeneysee trainierenden Essener Sportler*innen allerdings kein Problem.
Die Regatta ist ein zentraler Baustein im Qualifikationssystem für die Nationalmannschaften. In der Leistungsklasse werden über 250, 500 und 1000 Meter die Weichen für internationale Einsätze gestellt. Die Junioren durchlaufen ein mehrstufiges Auswahlverfahren, bei dem neben Athletiktests auch die Ergebnisse mehrerer Qualifikations-Regatten in eine Gesamtrangliste einfließen.
Für das sportliche Highlight aus Essener Sicht sorgte Jonas Borkowski. Der ehemalige Schüler des Helmholtz-Gymnasium Essen behauptete sich in einem Feld mit Olympiasiegern und Weltmeistern eindrucksvoll. Mit Platz drei über 500 Meter sowie weiteren Top-Platzierungen über 250 und 1000 Meter unterstrich er seine internationale Konkurrenzfähigkeit und wird für die erweiterte Weltmeisterschaftsmannschaft berücksichtigt.

Besonders im Fokus stand der Auftritt von Henry Koelman von der Elsa-Brändström-Realschule Essen. Der erstjährige Junior kehrte nach längerer Verletzungspause eindrucksvoll zurück und belegte Platz zwei über 250 Meter sowie Rang vier im 2000-Meter-Zeitfahren. Damit positioniert er sich aussichtsreich im Rennen um einen Platz in der Junioren-Nationalmannschaft.

Auch in der Breite präsentierte sich das Essener Team stark. Makar Pron überzeugte mit Platz drei über 2000 Meter, sowie Platz 5 über 250m und liegt aussichtsreich im Rennen um die Junioren-Nationalmannschaft. Lilith Buch und Tjark Wölk zeigten stabile Leistungen im Mittelfeld. In der Leistungsklasse erreichte Chelsea Roussiekan einen starken siebten Platz im A-Finale über 250 Meter und darf auf eine Nominierung für das U23-Team hoffen. Auch Jan Peter Graf präsentierte sich konstant. Krankheitsbedingt nicht starten konnte hingegen Marleen Sits.
Die Ergebnisse unterstreichen die erfolgreiche Arbeit am Standort Essen. Die enge Verzahnung von Schule, Internat, Verein und Leistungssport – insbesondere am Helmholtz-Gymnasium und der Elsa-Brändström-Realschule – schafft optimale Voraussetzungen für die Entwicklung junger Talente bis hin zur internationalen Spitze. Die nächste entscheidende Station steht bereits bevor: Vom 24. bis 26. April wird erneut in Duisburg die dritte Qualifikation der Junioren ausgetragen. Dann fallen über die klassischen Distanzen 200, 500 und 1000 Meter die finalen Entscheidungen im Kampf um die Startplätze bei den internationalen Meisterschaften. Für die Essener Athletinnen und Athleten ist die Ausgangslage vielversprechend.

